Im Staubrausch

Es begann mit einer Wollmaus. Vor vier Jahren geriet einer von uns ein Artikel über Klaus Pichlers Fotoprojekt DUST in die Finger. Damals nahte der Frühling. Hellere Tage folgten auf das Winterdunkel. Die Sonne griff mit immer lichteren Fingern in die Wohnungen und brachte Staub, Spinnweben und Wollmäuse zum Glitzern.

Wollmaus

Einfach wegputzen? Nicht doch:

Was wir mehr oder weniger regelmäßig wegputzen, sind die Spuren unseres Lebens. Jeder Schmutz, jeder Staub ist anders. Wenn man mal näher hinschaut, öffnet sich ein faszinierendes Universum.

Damals riefen wir zum #Kunstputz. Anke griff zum Putzeimer in der Kunst, Ute stellte Kontakt zum Staubarchivar und Künstler Wolfgang Stöcker her und es kam zu einer Staubführung am Kölner Dom mitsamt Entnahme sakraler Stäube.

Und so zuverlässig, wie sich Staub schon gleich nach dem letzten Wischen, wie sich die Wollmäuse nach dem letzten Putzen getreulich wieder einstellen, so ließ uns das mit dem Staub nicht gänzlich los.

Unser Kunstputz hatte Folgen: Das Museum Burg Posterstein wurde bei Twitter aufmerksam, sendete als Staubscout Burgstaub beim Deutschen Staubarchiv (inzwischen Internationales Staubarchiv) ein und suchte Wolfgang Stöcker auf. Im Mai nun eröffnete die Ausstellung Zum Wesen des Staubes.

#Burgstaub bei Twitter

Wollmaus mit Federfiffi

Wibke erstellte für die Ausstellung ein audiovisuelles Porträt von Wolfgang Stöcker, um den Besucher*innen vor Ort seine Persönlichkeit und sein Denken näherzubringen, die nicht an einer seiner Staubexpeditionen vor Ort teilnehmen können.

Wir gerieten in einen wahren Staubrausch, befeuert von Tweets, Blogbeiträgen und Nachrichten von den munteren Postersteinern. Und wie schon den Kunstputz möchten wir auch den #Staubrausch mit Euch teilen.

#Staubrausch vom 8.-13. Juli 2019

Wir erklären diese Woche kurzerhand zur Aktionswoche, die am 13. Juli in einer Staubexpedition in Köln gipfelt: Wolfgang Stöcker wird mit uns und einer kleinen Abordnung im raum 13 im einstigen Industriekomplex der Klöckner-Humboldt-Deutz AG Räumen, Zeiten und Stäuben nachgehen. Wir werden Staub entnehmen und ihn zu einem späteren Zeitpunkt bei einem Staubtausch gegen Staub von einem Ort auf der anderen Rheinseite eintauschen. Nichts geht verloren, das Gleichgewicht bleibt gewahrt.  

Ab Montag, den 8. Juli, verfallen wir in #Staubrausch. Und, wer weiß, vielleicht lasst Ihr Euch anstecken?  Wir haben uns Dies und Das ausgedacht, wie Ihr Euch in Social Media oder als Staubscouts beteiligen könnt.

Stand beim Kunstputz das Putzen im Fokus, so werden wir diesmal möglicherweise viel Vergnügen mit der Dokumentation von Staubentnahmen und Putzergebnissen bekommen. Außerdem haben wir von Wolfgang Texte und Auszüge aus seinem Staubarchiv erhalten.

Lasst uns Staub aufwirbeln!

#Staubrausch bei Twitter

#Staubrausch bei Instagram

dokumentation wollmaus

 

 

 

 

 

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