Zwischen Politik und Poesie: Haltung & Fall

Ich steige die Stufen hoch, drehe mich um, breite die Arme aus, atme aus, atme ein – und lasse mich rückwärts fallen.Ist die Kunst frei?

Haltung und Fall. Das Marta Herford widmet sich einem Begriffspaar, das es in sich hat. Haltung beziehen, Haltung einnehmen, Haltungen überprüfen: Was ist Haltung eigentlich? Wie ist meine Haltung zu gesellschaftlichen Fragen, zu politischen Entscheidungen, zu globalen Entwicklungen?

Haltung. Halte ich mich gerade, wanke ich, falle ich, finde ich meine Balance? Wer zu starr steht, fällt leichter um. Es gilt also, beständig die eigene Haltung zu prüfen, locker zu bleiben, ein Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung zu finden.

An dieser Stelle möchte ich ein Lob aussprechen für die mehrteiligen Publikationen des Marta Herford zur Ausstellung. Sie sind handlich, schön gemacht, in sich schlüssig – und vor allem stinken sie nicht. Letzteres ist bei Ausstellungskatalogen leider oft ein Problem für sensible Nasen.

Im Essay-Band schreibt Kuratorin Ann Kristin Kreisel von der Vielschichtigkeit der Begriffe Haltung und Fall: Ikarus‘ Sturz vom Himmel als Sinnbild des Scheitern, das Scheitern als Möglichkeit eines Neubeginns, die gesellschaftlichen Spannungen weltweit, der Ruf nach Haltung und das Einbeziehen des Körpers, das Ringen mit der Welt.

„Jenseits von Sprache oder Schrift avanciert der Körper zum inmittelbaren Ausdrucksträger künstlerischer Vorstellungen. […] Die körperliche Präsenz wird dabei zur Haltung, zur Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs, bis hin zur politischen Handlung, zur Körperpolitik.”

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Wien. Zwei Theater, vier Museen und kein Todesfall*

Ganz ursprünglich sollte das stARTcamp Wien ja Ende Oktober stattfinden und Herbergsmutter Ute entschloss sich, dies mit einer kleinen Wienreise zu verbinden. Nun, der stARTcamp Termin wurde etwas nach hinten verschoben, aber Ute blieb bei ihrer Reiseplanung. Hier ist ihr Kulturbericht.

Bei meinen Reisevorbereitungen bin ich ja erst mal fast vom Stuhl gefallen, als ich „Museen in Wien“ googelte und mit dieser Liste konfrontiert wurde. 311 Einträge!!! Das hat mich erst mal überfordert. Glücklicherweise hatte ich mit Anne Aschenbrenner, eine dieser wunderbaren Bekanntschaften, die auf Twitter begannen, und die ich im Frühjahr beim stARTcamp München persönlich kennenlernte, eine kongeniale (nicht nur) Kulturprogrammbegleiterin. Danke für alles! <3

Stella15, Wien Auftakt war dann gleich am Ankunftsabend der Besuch einer Theatervorstellung beim Stella Festival. (STELLA15-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum). BOOOM!!! von SILK Fluegge aus Linz wurde später dann auch als herausragende Produktion für Jugendliche ausgezeichnet. Mit der Inszenierung hatte ich das eine oder andere Verständnisproblem. Die „Intervention“ aus dem Publilum war allerdings in der Tat extrem irritierend und nachhaltig nachwirkend. Die jungen Darsteller haben eine beeindruckende (schauspielerische) Leistung gebracht.

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Reise zum Mittelpunkt der Kunst

Wenn literarische Bezüge, spannende Kunst und ein toller Ort zusammenkommen, dann sprudeln die kreativen Ideen schon von allein. Bei uns Herbergsmüttern ist das zumindest so. Deswegen waren wir ganz entzückt, als uns der Hartware MedienKunstVerein aus Dortmund fragte, ob wir nicht Lust hätten, sie bei der Vermittlung ihrer aktuellen Ausstellung zu unterstützen. DAS MECHANISCHE CORPS. Auf den Spuren von Jules Verne ist eine fantastische Schau, die einen sofort in ihren Bann zieht. Uns kam die Aufgabe zu, ein Trüppchen aus Twitterati zu einer Gesellschaft zusammenzuschweißen, die mit Entdecker-Elan durch die Ausstellung reist. Das Ergebnis wird man sicher bald beim HMKV erleben können. In unserem Blogbeitrag geben wir euch ein paar Einblicke in unsere Budenzauber-Küche und sagen euch, warum die Ausstellung unbedingt ein Besuch wert ist.

Coprs-Selfie

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Fotobücher zum Leben erweckt: PhotoBookMuseum

Ausstellungen, Kinofilme, Theaterstücke: wie oft passierte es mir [Wibke] schon, dass ich ganz dringend eine zeitlich begrenzte Veranstaltung besuchen wollte, aber dann kam das Leben dazwischen und ich war mal wieder viel zu spät. Das PhotoBookMuseum eröffnete im August 2014 in Köln. Auf den letzten Drücker (und dank einer kleinen Verlängerung) segelte ich am letztmöglichen Tag, dem 12. Oktober, ins Rechtsrheinische und betrat das Carlswerk, eine ehemaligen Kabel- und Drahtfabrik.

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Wunderbare Wegweiser <3

Der Weg war nicht schwer zu finden. Das PhotoBookMuseum ist ein Museumsprojekt des Kölner Fotografen Markus Schaden und wurde durch ein Crowdfunding finanziert. Es das erste Fotobuchmuseum der Welt und Weiterlesen

Kulturtwittwoch – wie alles begann

Es begab sich aber zu der Zeit, dass Anke von Heyl sich dachte, man müsse in Köln mal twitternde kulturinteressierte Menschen zu einer Art Stammtisch zusammenkriegen. Sie entlehne den Namen dem Twittwoch, und kreierte kurzerhand den Kulturtwittwoch. 1
Beim ersten Treffen haben wir, Anke, Wibke und Ute, uns dort kennnengelernt, sofort erkannt, dass wir auf einer Linie liegen. Kurz darauf gab Anke dann den Anstoß dazu, in Köln ein stARTcamp zu organiseren und schwupps hatte sich das Dreamteam gefunden, das dann zu den Herbergsmüttern wurde.

Kultuetwittwoch Köln

Standardmäßig wird auch immer ein Gruppenfoto gemacht …

Der Kulturtwittwoch ist ein ganz lockeres unprätentiöses Treffen – die meistens auch dienstags oder donnerstags stattfinden 😉 – ohne Programm oder Vorträge. In der Regel treffen wir uns im schönen Café Ludwig, die Atmosphäre ist entspannt. Es hat sich inzwischen ein kleiner fester Kern gebildet, dennoch ist Jede/r jederzeit herzlich willkommen. In diesem Jahr war das ganze aus unterschiedlichen Gründen ein bisschen eingeschlafen, im Herbst haben wir  ihn aber wieder aufleben lassen und den letzten Kulturtwittwoch des Jahres mit einem vollen Programm begangen.

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