Stadt. Land. Bild.

Dem starren Liniengefüge moderner Technik, dem luftigen Gitterwerk der Krane und Brücken, der Dynamik 1000pferdiger Maschinen im Bild gerecht zu werden, ist wohl nur der Fotografie möglich.

Der Fotograf Albert Renger-Patzsch hat mit seinen „Ruhrgebietslandschaften“ dem Eingreifen von Menschenhand in die Natur nachgespürt und herausgekommen sind Fotografien, die mit ihrer sachlichen Schilderung einen faszinierenden Mut zur Wahrhaftigkeit zeigen. Seht her, so ist es! Es gibt keinen wertenden Kommentar, keine besondere Stimmung, die den Blick trübt. Dennoch hat Renger-Patzsch seine Bilder ganz bewusst komponiert.

In den Münchener Pinakotheken läuft derzeit eine Ausstellung des Bilderschatzes „Ruhrgebietslandschaften„. Wir haben von den Pinakotheken den Auftrag erhalten, die Ausstellung hier im Westen mit drei Fotowalks zu begleiten.

Die Fotografien entstanden zwischen 1928 und 1932 und stammen aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, die nun zur Pinakothek der Moderne gehören. Was besonders toll ist: zur Ausstellung läuft parallel unter dem Hashtag #StadtLandBild eine begleitende Social-Media-Aktion, die vor allem auf Instagram schon ordentlich brummt. Mittlerweile haben sich dort schon über 1000 Beispiele für die Annäherung an Renger-Patzsch versammelt. Renger-Patzschifizierung sozusagen! Jetzt geht es auf die Pirsch. Die Kulturkonsorten und die Pinakotheken rufen in München zur Teilnahme an Ausstellungsrundgang und InstaWalk auf.

Auch wir (Anke, Ute, Wibke) haben uns schon eingesehen in die Bildsprache des Fotografen und unsere Umgebung durch die Brille des Herrn Renger-Patzsch neu entdeckt.

Um nach Motiven im Geiste von Albert Renger-Patzsch zu suchen, möchten wir in insgesamt drei Fotowalks mit Euch an die Orte gehen, die den Übergang von Stadt und Land exemplarisch zeigen. Dort, wo die Industrie sich den Raum genommen hat, der Einbruch des Menschen in die Natur zu sehen ist. Brachflächen, Felder oder Halden nachspüren. Straßen, Schienen, Laternen, Zäunen oder Schreberhütten, Bergmannshäusern und Mietskasernen suchen. Zeugnisse des Wandels finden.

Eine herzliche Einladung an alle Instagramer, Snapchater oder Twitterer. An alle mit Fotoausrüstung oder Smartphone. Stadtspurensucher. Landschaftsgucker. Lostplacesfinder.

Wann?
Am Samstag, den 4. März um 14.00 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden, anschließend gemeinsame Einkehr (Selbstzahler)

Wo?

Team Anke: Wesseling
Treffpunkt: 14.00 Uhr an der Haltestelle „Wesseling Süd” (Linie 16)

Team Wibke: Leverkusen
Treffpunkt: 14:00 Uhr an der Haltestelle Leverkusen-Mitte (S6, Regionalexpress RE1, RE5)

Team Ute: Duisburg
Treffpunkt: Abfahrt Köln Hbf 13:09, Gleis 2, oder 13:52 Abfahrt Duisburg Hbf Straßenbahnhaltestelle der Linie 901, oder 14:00 Staßenbahnhaltestelle Albertstr.

Vereinzelt gibt es in den Orten freies WLAN. Wir können jedoch für nichts garantieren. Der Netzempfang ist an allen drei Orten in der Regel ordentlich. Natürlich kann man seine Bilder auch nach dem Fotowalk noch posten :-).

Das Hashtag lautet #stadtlandbild. Damit wir die Fotos im Nachhinein für die Dokumentation zuordnen können, nutzt bitte zusätzlich je nach Ort #stadtlandwess #stadtlandlev und #stadtlandduis.

Anmelden geht ganz einfach: Entweder per Mail an info@herbergsmuetter.de mit Betreff „#stadtlandbild [plus Ort]“ (und bitte gebt doch Eure Accounts an, soweit bereits vorhanden. Instagram, Twitter o.ä.).

Noch einfacher: Sendet uns einen Tweet oder eine Nachricht bei Instagram mit dem Hashtag #stadtlandbild plus Ort. Unser Account lautet überall @herbergsmuetter.

Kommt Ihr mit?

Foto: Frank Tentler

Foto: Frank Tentler