Vom Ich zu Anaïs Nin und wieder zurück: Die digitale Welt als Bühne

Ich gehe in mich, um herauszukommen.“ Anaïs Nin war bis vor wenigen Tagen eine Fremde für mich. Ihr Name war mir bekannt, ja. Einst las ich etwas über sie, aber nur im Zusammenhang mit Henry Miller. Von dem ich wiederum einiges gelesen hatte. Es heißt, Anaïs Nin sei eine Kultfigur für viele Frauen. Das klang mir immer nach zuviel Befindlichkeit und ich wendete mich ab. Wie störend doch solche Etikettierungen sein können.

„Skandalumwitterte Muse“ zieht bei mir viel besser. Damit sprang nämlich Marc Lippuner herbei und wedelte bei den Kulturfritzen mit #ichbinnin. Es geht um DIE MÄNNERSPIELERIN, Anaïs Nin, Theater im Netz und um Selbstinszenierung. Mit der Gestaltung des Ich im digitalen Raum beschäftige ich mich schon seit einer Weile. Dass die Aktion mit dieser Künstlerin quasi wie gerufen kam, offenbarten mir ihre Texte, Fotos und Audioaufnahmen und die Texte über sie.

Das Spiel mit der Inszenierung des Ich

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Alle weißen Raben fliegen hoooch! Das White Ravens Festival – kreativ und mit Liebe gemacht #wrf14

Zufälle sind unvorhergesehene Ereignisse, die einen Sinn haben. (Diogenes von Sinope)

Man tritt durchs Tor von Schloß Blutenburg und findet eine verwunschene Welt. Im Innenhof prächtige Obstbäume, Wiesen und malerische Pfade. Unter den Bäumen ein großes Zelt, Büdchen, Bänke, knallbunte Plakate und flatternde Irgendwasse, die neugierig machen.

Mit Liebe gemalt: Plakate für die Mitmach-Stationen.

Mit Liebe gemalt: Plakate für die Mitmach-Stationen.

Wie aus dem Bilderbuch: Schloß Blutenburg

Wie aus dem Bilderbuch: Schloß Blutenburg

Im Schloß beheimatet ist die Internationale Jugendbibliothek, die alle zwei Jahre das White Ravens Festival für internationale Kinder- und Jugendliteratur veranstaltet. Durch die Förderung durch die Bayerische Sparkassenstiftung war es 2012 möglich, Social Media für das Festival und die Internatonale Jugendbibliothek zu erschließen.

Durch die persönliche, über den Tellerrand hinaus interessierte und sympathische Präsenz des Social-Media-Teams der Internationalen Jugendbibliothek ist die Anteilnahme und Aufmerksamkeit für das Festival hoch. Sowohl Petra als auch Tanja nehmen regelmäßig an stARTcamps teil und sind ein fester Bestandteil der Familie der Kulturbotschafter und Kulturarbeiter im Social Web.

Ende letzten Jahres war ich zuletzt dort, um im Rahmen der internen Tagung Literafutur mit anderen Menschen aus Literatur, Kultur, Games und Digitalisierung auf Literaturausstellungen der Zukunft herumzudenken.

Und dem Social Web sei Dank habe ich dann auch gesehen, dass ich just zum Eröffnungsfest in München sein werde. Und so bekommen Zufälle in der Tat einen Sinn. Hurra, nichts wie hin! Weiterlesen