Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter

… schrieb einst Marcel Proust ins Internet.

Was für ein Jahr! Allerorten erklingt ein Lamento nach dem anderen. Und doch: Es gab sie auch in diesem Jahr, die schönen Augenblicke, berührende Momente und Begegnungen, erhebende Erlebnisse. Und selbstverständlich die Trauer um Menschen, die uns nah waren oder denen wir uns nah fühlten, Menschen, die uns in diesem Jahr verließen. Die Weltlage ist ein Graus und es gibt wenig Grund, dass sich das in Bälde ändern könnte.

Verzagen wir nicht und erinnern wir uns an das, was uns das Jahr allem zum Trotze erhellte. Wir tun dies bis Neujahr unter dem Hashtag #kulturschau. Wer sich inspiriert und eingeladen fühlt, fühle sich frei und mache mit.

Nein, die #kulturschau ist keine Leistungsschau. Es geht nicht um die Besten, Schnellsten und Lautesten. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist kein Ranking. Es geht allein darum, sich zu erinnern und hin und wieder ein „Ach ja, stimmt, das gab’s ja auch!” auszurufen. Und daraus Kraft und Mut zu schöpfen für ein neues Jahr.

2016-01-01-00-04-05-2

Verbeugen, umarmen, rumkugeln: Das sind die #pantwitterspiele

Am vergangenen Freitag eröffneten wir erstmals die goldigen Bundestwitterspiele im deutschen Nichtsommer aka #pantwitterspiele. Es war ein rauschendes Fest. Binnen zwanzig Minuten war das Hashtag Trending Topic Nummer Eins in Deutschland. Bilder vom Einzug der Athletinnen und Athleten und vom jubelnden Publikum verbreiteten sich und Szenen vom Rande des Stadions wurden geschildert. Nach und nach formte sich eine frei erfundene und improvisierte Eröffnungsfeier, getragen von Menschen, die teilweise zum ersten Mal im digitalen Raum aufeinandertrafen, aufeinander antworteten und sich zu kreativen Höchstleistungen trieben.

Seitdem herrscht ein fröhliches, aufgedrehtes und knallbuntes Miteinander um eine Veranstaltung, die sich aus der Fantasie, Assoziationskraft und Kreativität von Menschen speist: #pantwitterspiele sind das, was wir alle daraus machen.

2016-08-05 16.03.31

#pantwitterspiele: Fünf Fragen, fünf Antworten

Worum geht’s?

Unfug, Schabernack, Quatsch im besten Sinne, die Freiheit im Spiel und nicht zuletzt selbstverständlich nichts Geringeres als den Weltfrieden. Die #pantwitterspiele sind eine nicht-kommerzielle, offene Veranstaltung im digitalen Raum. Weiterlesen

Hagebuttenliebe

Es ist an der Zeit, unsere Hagebuttenliebe einmal zu verbloggen. Habt ihr euch nicht auch schon gefragt, warum wir immer wieder Bilder von Hagebutten posten und dann auch noch kryptisch von „unserem Wappentier“ sprechen? Also das mit dem Wappentier ist natürlich eine kleine surralistische Verschiebung. Die aus unserem kreativen Brainstorming entstanden ist. Damit das ein für alle Mal geklärt ist, geben wir euch einen kleinen Einblick in unsere Assoziationsketten. Und weil es so schön zur Adventszeit passt, gleich noch einige leckere Rezepte mit Hagebutten!!! Mjumm!

2014-11-22 15.23.05 Weiterlesen

Spirit, Leidenschaft und die Entmystifizierung des Flausch

Ich fand den selbskritischen Blogpost von Christian Henner-Fehr zum von ihm organisierten stARTcamp Wien sehr bemerkenswert und er hat ein paar Gedanken in mir hochgespült, die ich schon seit einiger Zeit mit mir herumtrage und ich will das zum Anlass nehmen, diese mal zu formulieren. Vorab: Christian, ich glaube nicht, dass, nur weil das stARTcamp Wien vielleicht nicht so ganz rund gelaufen ist, gleich in der ganzen Social Media alle Leidenschaft gestorben ist! 😉 Was ich festgestellt habe ist vielmehr, dass der stART-Spirit in den letzten zwei Jahren irgendwie flöten gegangen ist. Ganz kann ich das nicht erklären, ich habe ein paar Theorien: Die Anzahl an stARTcamps. Wir hatten das schon vor zwei Jahren angemerkt, dass man sich gegenseitig Teilnehmer, Energie und Ressourcen  wegnehmen wird. Gar nicht mal unbedingt vor Ort, aber in der Gesamtheit der auch virtuellen Wahrnehmung und Teilnahme. Einerseits hat es die Community zersplittert – insbesondere in NRW, mit nun drei stARTcamps – andererseits findet durch die „hohe“ Frequenz theoretisch fast alle zwei Monate ein stARTcamp statt. Da sind dann einfach nicht mehr alle so fokussiert und aufmerksam. Es mag sein, dass es die regionale Vernetzung stärkt, ich sehe das nicht, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Manchmal ist ja Verknappung ein probates Mittel …

Das zeichnet sich zum anderen ab in der Aktivität der diversen Facebookgruppen, in der gegenseitigen Unterstützung, die stark zurück gegangen ist, im Austausch, bis hin zu der Frage, ob diese Gruppen überhaupt noch moderiert werden – angesichts manch eigenartigen Postings. Das aber nur am Rande.

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