stARTcamp Wien – Reisebericht

Mit dem Flugzeug zum stARTcamp reisen – das hätte ich mir auch nicht träumen lassen! Es gibt doch so viele stARTcamps bei uns. Auch vor der Haustür (leider rief beim letzten Kölner der Job). Aber natürlich lockte Wien. Und ich hab noch einen Tag Sightseeing mit dem Mann drangehangen. Und meiner Wahrnehmung nach schien das Wiener stARTcamp immer eine große Teilnahme der Museen geprägt. Das wollte ich mir mal genauer ansehen.

WienSpiel

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Wien. Zwei Theater, vier Museen und kein Todesfall*

Ganz ursprünglich sollte das stARTcamp Wien ja Ende Oktober stattfinden und Herbergsmutter Ute entschloss sich, dies mit einer kleinen Wienreise zu verbinden. Nun, der stARTcamp Termin wurde etwas nach hinten verschoben, aber Ute blieb bei ihrer Reiseplanung. Hier ist ihr Kulturbericht.

Bei meinen Reisevorbereitungen bin ich ja erst mal fast vom Stuhl gefallen, als ich „Museen in Wien“ googelte und mit dieser Liste konfrontiert wurde. 311 Einträge!!! Das hat mich erst mal überfordert. Glücklicherweise hatte ich mit Anne Aschenbrenner, eine dieser wunderbaren Bekanntschaften, die auf Twitter begannen, und die ich im Frühjahr beim stARTcamp München persönlich kennenlernte, eine kongeniale (nicht nur) Kulturprogrammbegleiterin. Danke für alles! <3

Stella15, Wien Auftakt war dann gleich am Ankunftsabend der Besuch einer Theatervorstellung beim Stella Festival. (STELLA15-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum). BOOOM!!! von SILK Fluegge aus Linz wurde später dann auch als herausragende Produktion für Jugendliche ausgezeichnet. Mit der Inszenierung hatte ich das eine oder andere Verständnisproblem. Die „Intervention“ aus dem Publilum war allerdings in der Tat extrem irritierend und nachhaltig nachwirkend. Die jungen Darsteller haben eine beeindruckende (schauspielerische) Leistung gebracht.

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Kunstpilgern: Resümee und eine Ableitung für Kulturorte

Wie kann man Kultur in den digitalen Raum transportieren und Menschen mit Kreativität, Kunst und Kultur inspirieren? Wie verändern sich Kulturorte durch digitale Kommunikation und wie können sie in Digitalien spiegeln, was sie im Analogen gut machen?

Das sind Fragen, mit denen wir Herbergsmütter uns gemeinsam, aber auch jede für sich in ihrem Geschäftsfeld beschäftigen. Als ich (Wibke) in einem Facebook-Posting bei unserer Kollegenfreundin Kristine Honig-Bock auf das Kunstpilgern stieß, interessierte mich zunächst mal die Aufbereitung. Der Begriff Kunstpilgern machte mich neugierig. Der Link blieb aber dann einige Tage liegen, weil die Seite nur langsam lud und ich mobil mit wenig Netz unterwegs war.

Scrollytelling ist für multimediale Dokumentationen und Reportagen ein reizvolles Instrument. Aber die langen Ladezeiten und die (insbesondere mobil) hakelige Navigation frustrieren bei einem Angebot, über das man sich erstmal einen Überblick verschaffen möchte, bevor man tiefer einsteigen will. Doch mir gefiel, was ich sah und las. Kurzerhand bewarb ich mich daher als Testreisende.

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#Kunstpilgern!

Ein von Wibke Ladwig (@sinnundverstand) gepostetes Video am

Acht Menschen wurden ausgewählt, vier Routen durch NRW zu bereisen und im digitalen Raum darüber zu berichten. Ich zitiere aus meinem Beitrag drüben bei sinnundverstand.net:

Kunstpilgern, das sind vier touristische Routen nach Themen durch Nordrhein-Westfalen: Diesseits, Feste Burg, Licht und Paradies.
Das Projekt ersonnen und umgesetzt haben Jan-Paul Laarmann und Jens Nieweg von 
Tourismus NRW/Kulturkenner.de und Alissa Krusch von der Kunstsammlung NRW. Den Impuls gab die (übrigens famose) Ausstellung The Problem Of God. Christliche Kunst, sakrale Architektur, Volksglauben und Religion an sich als prägendes Element der Gesellschaft und steter Quell der künstlerischen Auseinandersetzung finden sich auf diesen Routen wieder. Daher eben auch #Kunstpilgern.

Im verlinkten Beitrag verweise ich auf die verschiedenen Blickwinkel, aus denen ich in meinen Blogs und hier über das Projekt berichte. Meine Erlebnisse und Eindrücke vor Ort aus Sicht einer Kunstpilgerin beschreibe ich in meinem Denkarium. Hier konzentriere ich mich auf den Umgang der Kulturorte und des Veranstalters mit einer solchen Veranstaltung.

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Kultur beginnt im Herzen jedes einzelnen. *

Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862)

Das ist ein Kulturblog. Und das ist ein politischer Blogpost.

Wir haben uns entschieden, dass wir hier auch Flagge zeigen, Stellung beziehen wollen. Gegen Rassismus, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Hetze, gegen rechte Tendenzen, gegen Diskriminierung, gegen Nazis, gegen Gewalt, gegen Kleingeistigkeit und Stammtischparolen. Wir wollen in einem Deutschland leben, das bunt, weltoffen, freundlich und herzlich ist. Blogger für Flüchtlinge Kunst und Kultur sind nicht immer, aber oft auch politisch. Wir sind der Überzeugung, dass das, was uns antreibt, was wir seit Jahren unternehmen und worüber wir hier schreiben und berichten: nämlich Kreativität, Vernetzung, über den eigenen Tellerrand schauen, Inspiration, lebenslanges lernen, nur möglich sind, wenn man bereit ist Augen, Herz, Arme und Geist zu öffnen. Weiterlesen

Tusch!! Konfetti!! Die Herbergsmütter haben Geburtstag

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Nächste Woche feiern wir Zweijähriges. Also wir Herbergsmütter als GbR. Und bekanntlich begann ja alles mit dem Kulturtwittwoch. Folgerichtig laden wir also wieder zu einem lockeren Austausch mit unseren Lieblings-Twitterern ein. Wer hat Lust auf einen netten Abend in unserer Lieblings-Location, dem Ludwig im Museum?

Am 16.7. um 19.30 Uhr wollen wir uns dort treffen, quatschen, entspannen, diskutieren, Dinge aushecken – der Abend entwickelt sich so, wie wir es wollen. Sagt uns Bescheid, wenn ihr kommt. Oder twittert uns an auf @herbergsmuetter – wir notieren dann, wie viele Plätze wir reservieren müssen.

Die Herbergsmütter

(c) Oliver Schwarz

Wir haben mal in unserem Archiv gekramt und ein paar Stationen der Herbergsmütter zusammengestellt …

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Kultur zum Anbeißen: Ein Besuch im Currywurstmuseum Berlin

Endlich: Ein Besuch im Currywurstmuseum!

Endlich: Ein Besuch im Currywurstmuseum!

Der Besuch war schon lange fällig. Mit Qwoo, dem Maskottchen des Currywurstmuseums in Berlin, verbindet uns Herbergsmütter schon seit Jahren eine warme Kollegenfreundschaft. Und immerhin durften wir 2012 beim stARTcamp Köln die Pelzwurst und seinen geschätzten Kollegen und Begleiter, Sebastian V., in die Arme schließen. Hurra, wir hatten die kultige Wurst da!

Für den Gegenbesuch brauchte ich (Wibke) eine Weile. Immerhin ist in Berlin immer irgendwas. Aber selten Zeit. Das sollte und musste mal geändert werden. Huhu, Qwoo, da bin ich! Weiterlesen

#Udohelden bringen das goldene U zurück

Es ist vollbracht! Nach einer abenteuerlichen Heldenreise durch das Dortmunder U starten die Heldinnen und Helden nun mit frischer Energie eine neue Woche. Wir bedanken uns noch einmal bei euch allen ganz herzlich für ein fantastisches Erlebnis. Wie aufregend es gestern beim Tweetup zum Internationalen Museumstag zuging, lest ihr hier in einer kostbaren Chronik … ähm, einem ausführlichen Storify. Ein paar Zahlen gibt es auch noch.

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stARtcamp München 2015 – Zeit für den nächsten Schritt?

In diesem Jahr war ich (Ute) leider die einzige Herbergsmutter, die das stARtcamp in München besuchen konnte. Für mich war das ein pralles Kulturwochenende im April.
Was vor dem stARTcamp geschah, ist hier zu lesen.

 

Samstag früh ging es also ganz geschmeidig ohne Rollkoffer ins Literaturhaus zum stARTcamp München. Zum Ablauf und Inhalt will ich gar nicht viel schreiben, das wurde vielerorts schon umfänglich getan.

 

Kulturkonsorten
 Zum 3. Mal stARTcamp München, zum zweiten Mal im schönen Literaturhaus, das X-te Treffen mit der „Kollegen-Familie“ Kulturkonsorten. Ich fühle mich da wohl, muss aber auch ganz ehrlich und ein bisschen ketzerisch sagen: das Thema stARtcamp ist für mich ein bisschen durch.

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#kunstputz mit dem Deutschen Staubarchiv

Am 21. März begeben wir uns mit dem Deutschen Staubarchiv auf eine Staubführung in Köln. Ute hat das Deutsch Staubarchiv vorab besucht und mit dem Initiator und Gründer Wolfgang Stöcker ein anregendes Gespräch über Staub geführt.

Wann hast Du das Deutsche Staubarchiv gegründet und wie kam es dazu?
2004 ging es los, die erste Probe stammt aus dem Dom von Köln. Wie es dazu kam? Nun, ein Sammler war ich schon immer. Ich hatte auch schon einmal den Gedanken gefasst, eine Spinnwebensammlung zu eröffnen. Dazu ist es nie gekommen. Sehr inspiriert hat mich die Sammelleidenschaft meiner Großmutter! Sie sammelte unter anderem Zuckerklümpchen! Zudem studierte ich Geschichte und habe so eine Verbindung zu Archiven.
Der Staub ist ein schönes Sammelobjekt, es ist nutzlos. Die Kombination mit „bedeutenden“ Bauten, das hat mich fasziniert, der Reiz zwischen Bedeutung und Bedeutungslosigkeit. Über den Staub kann man wunderbar in eine Kulturdiskussion einsteigen. Kurz: Was machen wir sauber? Was nicht? Was schätzen wir wert? Was nicht?

Wolfgang Stöcker | Deutsches Staubarchiv

Wolfgang Stöcker | Deutsches Staubarchiv

Was ist der aktuellste Staub im Archiv?
Das war Staub aus dem Geburtshaus von Wilhelm Busch, der ist vor ungefähr zehn Tagen gekommen.  Etwas vorher habe ich Staub vom Uluru (Ayers Rock) bekommen. Er ist für die Aborigines ein heiliger Berg und der Staub wurde unten, in seiner Nähe gesammelt.

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Der Putzeimer in der Kunst

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Ein nachlässig hingeworfenes Tuch, dahinter ein schräg gestellter Besen. Gegenüber ein hölzerner Putzeimer. Wer im Wallraf-Richartz-Museum vor dem Bild „Ein Paar mit einem Papagei“ (Pieter de Hooch) steht, wird automatisch zum Voyeur. In einem Zimmer spielen sich reichlich anzügliche Geschichten ab. Wer einigermaßen bewandert im Volksmund ist, der kapiert das sofort. Denn „über den Besen verheiratet sein“ bedeutet: eine Affäre haben. Der aufgerichtete Besen – man kann in ihm auch ein Phallus-Symbol erkennen.

Im Rahmen unserer #kunstputz Aktion haben wir unseren Radar auf alles eingestellt, was mit Putzen, Putzutensilien, Reinigen, Staub im weitesten Sinne zu tun hat. Selbstverständlich schauten wir auch in der Kunst nach. Spontan fällt ja jedem dazu die legendäre Fettecke ein oder die Beuyssche Badewanne, die eine eifrige Putzfrau sauber schrubbte. Aber wie ist das mit dem Motiv Putzen? Ist das relevant in der Kunst?

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