Brot und Spiele: Das war der Bunte Abend über Gamification #bunt13

Am vergangenen Samstag fand unser Bunter Abend über Gamification statt. Etwa 50 Leute fanden sich im Ehrenfelder Atelier Colonia ein. Bei Hagebutten- und Käse-Bütterken, Fassbrause und Kölsch ging’s drei Stunden lang um den Homo Ludens, Games und Gamification.

Uns ging es darum, Impulse und Einblicke zu geben: Wer über Gamification, also die Nutzung spieltypischer Elemente, für unternehmerische Zwecke nachdenkt, muss verstehen, was Games ausmacht und was den Menschen am Spiel reizt. Es entspannen sich intensive Diskussionen auch nach dem Ende der Vorträge und Gespräche auf der Bühne: was ist Gamification? Wer spielt da eigentlich? Wie funktionieren Wettkämpfe bei Gamern?

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Das Spiel gegen das Internet

Leider verloren wir ein Spiel gleich zu Beginn, beim Schnick Schnack Schnuck gegen das Internet: Geplant war ein Livestream über Google Hangout nebst Zuschaltung von Patrick Breitenbach für ein Live-Interview darüber, wie Gamification für Lehre und Unternehmen genutzt werden können. Doch die Internetgötter waren nicht mit uns. Unser Herbergsvater Guido Schwan schwitzte Blut und Wasser, aber wir mussten aufgrund der schlechten Übertragung das Interview mit Patrick abbrechen. Es wird nächste Woche nachgeholt!

Der spielende Mensch

Wir begannen mit einer Vorstellungsrunde der etwas anderen Art: „Wer seid Ihr – und welche sind Eure drei Lieblingsspiele?“ Von Gummitwist, Mensch Ärgere Dich Nicht über Dota2 und Civilization bis Ingress wurden die unterschiedlichsten Spiele genannt. Auch Fußball oder Klingelmännchen wurden genannt – und eine Doppelkopf-Runde hätten wir auch zusammen gehabt.

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Es wurde deutlich, dass ganz unterschiedliche Menschen da waren: PC- und Smartphone-Gamer, Gelegenheitsspieler und die, die mit dem Spielen eher nostalgische Erinnerungen verknüpfen. Alle aber mit großer Neuier, was es mit Games und Gamification auf sich hat, wie Spielen funktioniert, was es so gibt, und wie man diese Erkenntnisse etwa für Kulturinstitutionen oder Wirtschaftsunternehmen nutzen kann.

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Brot & Spiele: Herbergsmutter Anke von Heyl eröffnete den Abend mit einem kulturhistorischen Überblick zum spielenden Menschen. Dazu schreibt sie selbst noch einen Beitrag.

Wir erhielten faszinierende Einblicke in die Welt der Gamer: Julia und David von der ESL (Electronic Sports League, Wettkampf-Liga für Computerspiele) sprachen über die Struktur der ESL und wie Spiele online und live ablaufen. Wichtig ist bei den Wettkämpfen das Belohnungssystem und der Wettkampf im Team. Gleichzeitig zum Bunten Abend fand auf der anderen Rheinseite ein Counterstrike-Turnier statt.

Wir haben kurz in den Livestream (der bei der ESL funktionierte … wäääh!) reingesehen: Über 11.500 Leute sahen gerade zu! Die Zuschauerzahlen an den Wochenende sind vergleichbar mit denen der Bundesliga-Spiele. Die Clans funktionieren ähnlich wie die Fußballvereine. Etwa 50 Profi-Spieler gibt es in Deutschland, die von Sponsoren- und Preisgelder leben können. Die ESL etwa schüttet jährlich 2 Millionen Euro an Preisgeldern aus. Da kam auch die Frage nach der Workification von Games im eSport auf …

Wir werden bald da mal vorbeigehen und uns das live ansehen. Und natürlich davon berichten.

Ab an die Luft – und Portale hacken!

Mela Eckenfels nahm uns mit in die Welt von Ingress, eine Augmented Reality App von Google. Sie zeigte uns, wie Ingress funktioniert und was man mit Ingress alles machen kann. Es entspann sich eine muntere Diskussion, was Googles Absicht hinter der App ist. Denn für Google ist Ingress Gamification: Google erhält durch Ingress von vielen Nutzern Daten über Orte.

Hier ist Melas Prezi über Ingress:

Das Spiel im Spiel im Spiel: Kunstfiguren

Zum Schluß gab es noch eine kleine Premiere: Wir planen derzeit eine Youtube-Show und dort werden auch unsere Sockenpuppen auftreten … Es gab eine kleine Einlage mit Mini-Trollkunde und Anteasern des Themas Kunstfiguren, dem wir uns in unserer ersten Youtube-Show und auch hier im Blog näher widmen wollen. Demnächst mehr ;-).

Die Spiele gehen weiter

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Dem Thema Gamification werden wir uns in den nächsten Wochen noch ausführlicher widmen. Es folgen der Beitrag von Anke über die Kulturhistorie des Spiels, das Interview mit Patrick Breitenbach, ein Besuch bei der ESL (unsere Neugier ist geweckt!) und ein Interview mit jemandem, der Gamification-Anwendungen für Unternehmen entwickelt.

Und hier noch der Abend in Tweets und Bildern mit Storify nacherzählt.

 Danke für einen wieder mal wunderbaren Abend mit Euch!

 

 

 

 

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