Die goldigen Bundestwitterspiele im deutschen Nichtsommer

Das IOC und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben knallharte Regeln für das Social Web ausgegeben. Das bedeutet, nicht-olympische Sponsoren dürfen weder offizielle Hashtags benutzen, noch retweeten. Explizit nachlesen könnt ihr das bei Malte Spitz.

„PS: Gerade erst gesehen, Begriffe die nach der Definition vom DOSB von nicht-olympischen Sponsoren in der Social-Media Kommunikation NICHT verwendet werden dürfen sind auch „Spiele“ und „Sommer“.“

Am besten mutet man alle offiziellen Accounts und entsprechende Hashtags, dann kommt man gar nicht erst in Versuchung und die Offiziellen können unter sich ihre geheimbündlerische Inzucht betreiben.

Hagebuttenkranz

Nachdem wir mit dem Flohzirkus selber so viel Spaß hatten und es auch Außenstehende unterhalten hat, wollen wir in den kommenden zwei Wochen diesem IOC-Quatsch einen anderen Quatsch entgegensetzen:

Die goldigen Bundestwitterspiele im deutschen Nichtsommer aka #pantwitterspiele

(unter CC-Lizenz)

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Flohzirkus – ein absurdes Twitter-Improtheater

Es gab keinen Plan. Kein Hashtag. Wir wollten nur Spielen.

Picasso malt einen Mops an den Himmel

Angesichts der Business- und Marketingisierung in den sozialen Netzwerken, bei dem sich gefühlt alles immer nur um Reichweite und Reputation und der vielbeschworenen Authentizität dreht, wollten wir einfach mal wieder Schabernack treiben. Wibke und Harald hatten es angestoßen: „Bewusst keine Hashtagkamapagne. Kultur, Spiel, Improtheater und künstlerische Interventionen. Etwas, das bewusst nicht messbar und nicht leicht einsteigbar ist. Also nicht vorab kommuniziert, nicht als Aktion gekennzeichnet und auch nicht für andere entführbar. Unser Ding zum Austoben. Der Rest vom Fest: Publikum. Es geht nicht um ein Geschäftsmodell. Es geht ums Spaß und Spiel. Ums Machen.“

Die Kulturkonsorten, Kulturfritzen, Herbergsmütter und Michael Stacheder waren die Akteure in der Flohzirkusmanege.

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Budenzauber zum Internationalen Museumstag #imt16

In diesem Jahr werden wir am 22. Mai ab mittags einen internen Budenzauber veranstalten. Wir richten bei Anke eine kleine Kreativzentrale ein und werden das Geschehen zum #imt16 / #paintmuseum im Social Web beobachten: kritzeln, Museen anmalen, Tweets collagieren, Vines kommentieren, Snapchats bekleben und Instagram Fotos verbasteln.

Die Aktion #PaintMuseum richtet sich an alle Museen und Museumsbesucher, an alle Kreativen, Fantasten und Dilettanten.
In ganz Deutschland rufen wir dazu auf, während der #imt16-Aktionszeit die liebsten Museumsobjekte digital zu erfassen, den Museumsalltag zu skizzieren oder den eigenen Museumsbesuch mit einem kleinen kreativen Akt anstelle des obligatorischen Kaffees zu beenden. Die so entstandenen digitalen Kunstwerke können dann via Smartphone und Tablet geteilt, vertwittert und international kommuniziert werden. Natürlich sind auch wieder Einsendungen per Mail an mitmachen@museumstag.demöglich, wenn jemand lieber den Stift zur Hand nimmt und sein Werk für uns abfotografiert.
http://www.museumstag.de/-paintmuseum

Das werden wir natürlich alles auf Twitter, Vine, Snapchat und Periscope dokumentieren. Unser Hashtag lautet: #budenzauber.

Wibke auf dem (Zeichen-) Strich

Vorab Programmtipp: am 19.5. werden die Kulturkonsorten um 17 Uhr einen Live-Podcast senden, in dem diverse Projekte und Aktionen vorgestellt werden. Solltet ihr Fragen haben oder auch etwas ankündigen wollen, wendet Euch vertrauensvoll an die Kulturkonsorten.

PS: Und wir werden dem Butti/Bütterken aka Kunstschnittchen huldigen.

Coloniafakt

1. Tweet Coloniafakt

Am 23.10.2014 startete Thomas Harb auf Twitter den #Wienfakt. Jeden Tag einen Tweet, der eine kleine Information serviert, die mit der Stadt zu tun hat. Beim Wienfakt geht es inhaltlich querbeet. Geschichtlich, Architektur, Verkehr, Gastronomie, usw. Inzwischen haben sich auf seinem Blog über 500 Fakten versammelt und es mausert sich zu einem feinen Archiv. Twitter eignet sich ja besonders gut für diese Art der Vermittlung. Ein Satz, ein Bild, ein weiterführender Link – mehr braucht es nicht als Appetithappen.

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Wien. Zwei Theater, vier Museen und kein Todesfall*

Ganz ursprünglich sollte das stARTcamp Wien ja Ende Oktober stattfinden und Herbergsmutter Ute entschloss sich, dies mit einer kleinen Wienreise zu verbinden. Nun, der stARTcamp Termin wurde etwas nach hinten verschoben, aber Ute blieb bei ihrer Reiseplanung. Hier ist ihr Kulturbericht.

Bei meinen Reisevorbereitungen bin ich ja erst mal fast vom Stuhl gefallen, als ich „Museen in Wien“ googelte und mit dieser Liste konfrontiert wurde. 311 Einträge!!! Das hat mich erst mal überfordert. Glücklicherweise hatte ich mit Anne Aschenbrenner, eine dieser wunderbaren Bekanntschaften, die auf Twitter begannen, und die ich im Frühjahr beim stARTcamp München persönlich kennenlernte, eine kongeniale (nicht nur) Kulturprogrammbegleiterin. Danke für alles! <3

Stella15, Wien Auftakt war dann gleich am Ankunftsabend der Besuch einer Theatervorstellung beim Stella Festival. (STELLA15-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum). BOOOM!!! von SILK Fluegge aus Linz wurde später dann auch als herausragende Produktion für Jugendliche ausgezeichnet. Mit der Inszenierung hatte ich das eine oder andere Verständnisproblem. Die „Intervention“ aus dem Publilum war allerdings in der Tat extrem irritierend und nachhaltig nachwirkend. Die jungen Darsteller haben eine beeindruckende (schauspielerische) Leistung gebracht.

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Kultur beginnt im Herzen jedes einzelnen. *

Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862)

Das ist ein Kulturblog. Und das ist ein politischer Blogpost.

Wir haben uns entschieden, dass wir hier auch Flagge zeigen, Stellung beziehen wollen. Gegen Rassismus, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Hetze, gegen rechte Tendenzen, gegen Diskriminierung, gegen Nazis, gegen Gewalt, gegen Kleingeistigkeit und Stammtischparolen. Wir wollen in einem Deutschland leben, das bunt, weltoffen, freundlich und herzlich ist. Blogger für Flüchtlinge Kunst und Kultur sind nicht immer, aber oft auch politisch. Wir sind der Überzeugung, dass das, was uns antreibt, was wir seit Jahren unternehmen und worüber wir hier schreiben und berichten: nämlich Kreativität, Vernetzung, über den eigenen Tellerrand schauen, Inspiration, lebenslanges lernen, nur möglich sind, wenn man bereit ist Augen, Herz, Arme und Geist zu öffnen. Weiterlesen

stARtcamp München 2015 – Zeit für den nächsten Schritt?

In diesem Jahr war ich (Ute) leider die einzige Herbergsmutter, die das stARtcamp in München besuchen konnte. Für mich war das ein pralles Kulturwochenende im April.
Was vor dem stARTcamp geschah, ist hier zu lesen.

 

Samstag früh ging es also ganz geschmeidig ohne Rollkoffer ins Literaturhaus zum stARTcamp München. Zum Ablauf und Inhalt will ich gar nicht viel schreiben, das wurde vielerorts schon umfänglich getan.

 

Kulturkonsorten
 Zum 3. Mal stARTcamp München, zum zweiten Mal im schönen Literaturhaus, das X-te Treffen mit der „Kollegen-Familie“ Kulturkonsorten. Ich fühle mich da wohl, muss aber auch ganz ehrlich und ein bisschen ketzerisch sagen: das Thema stARtcamp ist für mich ein bisschen durch.

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#kunstputz mit dem Deutschen Staubarchiv

Am 21. März begeben wir uns mit dem Deutschen Staubarchiv auf eine Staubführung in Köln. Ute hat das Deutsch Staubarchiv vorab besucht und mit dem Initiator und Gründer Wolfgang Stöcker ein anregendes Gespräch über Staub geführt.

Wann hast Du das Deutsche Staubarchiv gegründet und wie kam es dazu?
2004 ging es los, die erste Probe stammt aus dem Dom von Köln. Wie es dazu kam? Nun, ein Sammler war ich schon immer. Ich hatte auch schon einmal den Gedanken gefasst, eine Spinnwebensammlung zu eröffnen. Dazu ist es nie gekommen. Sehr inspiriert hat mich die Sammelleidenschaft meiner Großmutter! Sie sammelte unter anderem Zuckerklümpchen! Zudem studierte ich Geschichte und habe so eine Verbindung zu Archiven.
Der Staub ist ein schönes Sammelobjekt, es ist nutzlos. Die Kombination mit „bedeutenden“ Bauten, das hat mich fasziniert, der Reiz zwischen Bedeutung und Bedeutungslosigkeit. Über den Staub kann man wunderbar in eine Kulturdiskussion einsteigen. Kurz: Was machen wir sauber? Was nicht? Was schätzen wir wert? Was nicht?

Wolfgang Stöcker | Deutsches Staubarchiv

Wolfgang Stöcker | Deutsches Staubarchiv

Was ist der aktuellste Staub im Archiv?
Das war Staub aus dem Geburtshaus von Wilhelm Busch, der ist vor ungefähr zehn Tagen gekommen.  Etwas vorher habe ich Staub vom Uluru (Ayers Rock) bekommen. Er ist für die Aborigines ein heiliger Berg und der Staub wurde unten, in seiner Nähe gesammelt.

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Aktionen zum #kunstputz am 21. März 2015

Domschatzkammer Köln

Foto: Elke Wetzig

Der 21. März wurde von uns zum Tag des #kunstputz deklariert. Wir werden mit Wolfgang Stöcker, Gründer und Initiator des Deutschen Staubarchivs eine Staubführung in Köln machen. Wir treffen uns um 15 Uhr an der goldenene Stele der Domschatzkammer (Nordseite des Doms)

Ergründen wir den neuesten Kölner Baustellenkosmos! Wir werden Stellen von Mikroerosion ansteuern und dem Staub näher kommen. Philosophie der Baustelle, Schönheit der Baustelle, Archäologie des Straßenpflasters und neue Trends im Kölner Stadtbild! Es lebe die Schönheit!

Die Teilnahme kostet 5 EUR, die vor Ort zu entrichten sind. Bitte meldet Euch an – per Mail, per Twitter oder auf Facebook –  damit wir ungefähr wissen, wie groß die Putzkolonne wird.
(Fall es in Strömen regnen sollte, geben wir rechtzeitig eine Alternative bekannt)

Ein Interview mit Wolfgang Stöcker haben wir hier geführt.

Seit dem 1.3. führen wir eine #kunstputzplaylist auf Facebook und Twitter, die wir hier fortlaufend weiterführen. Beteiligt Euch gerne!

Ausserdem möchten wir wissen wie Eurer Kunstputz aussieht. Schickt uns Bilder, Texte, Links und taggt mit #kunstputz. Lasst uns am 21. März ordentlich Staub aufwirbeln.

 

Mut zum Perspektivwechsel

Meine [Ute] wunderbare Zeichenlehrerin Frau Zaiser, hat uns im Studium ständig dazu aufgefordert: Steht auf! Schaut Euch die Dinge von oben an! Verschafft Euch einen Überblick. Nur so könnt ihr Zusammenhänge erkennen.

Bei Daily Overview​ gibt es jeden Tag ein grandioses Foto aus der extremen Vogelperspektive von einem Flecken auf der Erde. Immer sind es Kulturlandschaften oder Bauwerke, da wo der Mensch in die Natur eingegriffen hat. Die Fotos werden begleitet von einem kurzen erläuternden Text. Und ob ihrer Brillanz und Ästhetik, der leuchtenden Farben, der ungewohnten Perspektive, regen sie zum Nachdenken an.

Die Seite bezieht sich auf den „Overview Effect“, den Astronauten erleben, wenn sie zum ersten Mal aus dem Weltraum die Erde in ihrer Gesamtheit sehen (Wikipedia)

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